Systemisches Coaching NLP Ausbildung System Coach und Leiter Systemaufstellungen

Seminar Familienaufstellung und Organisationsaufstellung

Dieses Seminar richtet sich an alle, die ein persönliches Thema aufgrund eines vermuteten systemischen Hintergrundes in einer Familie (Familienaufstellung) oder einer Organisation (Organisationsaufstellung) bearbeiten möchten.

Als Individuum haben wir manchmal die unbewusste Tendenz, unser Wohl und Glück zugunsten des Systems zurückzunehmen und bildlich gesprochen: in unserem eigenen Leben mit "angezogener Handbremse" zu fahren. Dies geschieht oft aus dem unbewussten Bedürfnis nach Liebe und Zugehörigkeit. Es hat sich gezeigt, dass einige unserer Probleme oder empfundenen Blockaden überhaupt erst lösbar sind, wenn die übergeordnete systemische Dynamik dazu ans Licht gekommen ist. Dies kann eine sehr heilende und befreiende Kraft in uns entfalten.

Ihr Nutzen der Familienaufstellung / Organisationsaufstellung besteht darin,

  • belastende systemische Verstrickungen bewusst zu machen und nach Möglichkeit aufzulösen.
  • durch neue Blickwinkel die Freiheit zu sehen und zu hören, was wirklich ist, statt zu sehen und zu hören, was sein sollte oder bewusst kommuniziert wird.
  • sich einfach als "Stellvertreter" zur Verfügung zu stellen und zu lernen.

Ich freue mich auf ein Kennenlernen!

Herzliche Grüße,
Michael Löhlein

 

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Vorgehen bei der Systemaufstellung

Die Methodik bei einer Familienaufstellung / Organisationsaufstellung ermöglicht das bewusste Wahrnehmen und Erleben der vorhandenen Dynamik und bietet wirksame Möglichkeiten, diese oft sehr belastenden "Verstrickungen" aufzulösen. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es mit der Zeit auch, bewusst Dynamiken und Wirkungen von Handlungen im eigenen und anderen Systemen mehr und mehr zu erkennen. Was wiederum ein bewussteres Handeln entsprechend den persönlichen und eigentlich positiven Absichten wahrscheinlicher werden lässt.

Im Seminar werden anwesende Personen als Repräsentanten der eigenen Familie oder Organisation nach Gefühl des Klienten ausgewählt und im Raum "aufgestellt". Die Personen bilden somit die unbewussten Beziehungsstrukturen des Systems und das innere empfundene Bild des Klienten visuell im Raum ab. Durch räumliches Umstellen und verbale Interaktionen der Repräsentanten werden Veränderungsprozesse eingeleitet. Dies ergibt erstaunlich schnell neue Erkenntnisse und Blickwinkel, die der Klient so vorher nicht bewusst wahrgenommen hatte und ihn im Alltag wesentlich entlasten kann.

Methodik

Mein Arbeitsansatz wirkt hier gleichsam lösungsorientiert, analytisch nachvollziehbar und wahrheitsoffenbarend für tiefer liegende Gefühle und Beziehungsstrukturen im System. Ein wesentliches Merkmal meiner Arbeitsweise ist Einfühlungsvermögen und die punktuelle Konzentration auf ihr Anliegen unter Berücksichtigung der Dynamik des ganzen Systems. Zudem sind Methoden und Blickwinkel der angrenzenden Fachbereiche und deren aktuellen Erkenntnisse in meine Arbeit fortlaufend integriert, so dass ein multifunktionaler Ansatz die Arbeit sehr fördernd unterstützt und integrieren hilft.

Hintergründe der Familienaufstellung / Organisationsaufstellung

Die systemische Aufstellungsarbeit mit Systemen wie Familien, Organisationen und Verbänden hat sich seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gemeinsam mit den entstandenen Systemtheorien entwickelt. Mittlerweile gibt es viele Schulen und Ansätze mit Systemen zu arbeiten. Am einfachsten kann man dies hier übersichtlich bei Wikipedia nachlesen.

Dabei ging der Blick generell immer mehr von den beobachtbaren Symptomen des Individuums hin zu einer Gesamtbetrachtung von Kreisläufen und Wirkmechanismen des Umfelds, des Systems, in dem das Individuum als ein Teil davon zu sehen ist. Aus den Beobachtungen und Erfahrungen konnten dann bestimmte Symptomklassen unterschieden werden, die es heute ermöglichen, je nach Bedarf und Thema individuelle oder systemische Lösungsansätze zu wählen.

Seit den 80er Jahren wurde die Systemtheorie von Bert Hellinger und anderen namhaften systemischen Forschern um weitere transgenerationale Gesetzmäßigkeiten und Dynamiken erweitert, die wir namentlich bei einer Familienaufstellung für mögliche Lösungsansätze nutzen. Bert Hellinger entdeckte auch anhand der in vielen Jahren herausgearbeiteten Ordnungsprinzipien der Familiensysteme, dass jedes in die Familie hineingeborene Mitglied diesen Prinzipien unbewusst und bedingungslos folgt.

Entsprechend diesen Ordnungsprinzipien und Systemgesetzten haben wir nun manchmal die Tendenz, unser eigenes Wohl und Glück zu Gunsten des Ganzen oder der Anderen zurückzuhalten. Also unser eigenes Licht unter den Scheffel zu stellen und mit "angezogener Handbremse" zu fahren. Dies kann zum Beispiel dazu führen, dass individuelle Lösungen und Veränderungen nicht als haltbar und nachhaltig erlebt werden und wieder "zurückkippen" in den ursprünglichen Zustand. Die Veränderung ist nicht wirklich innerlich erlaubt – sie darf unbewusst nicht sein.

Familienaufstellung

Hier möchte ich Ihnen zwei öfters zu beobachtende Dynamiken als Beispiele geben:

  1. Wenn zum Beispiel ein Ahne schlimme Taten in den Kriegszeiten beging, aber die Verantwortung dafür nicht zu sich nahm und es totgeschwiegen wurde. Jetzt muss ein Ausgleich im System stattfinden und ein Nachfahre (Enkel, Ur-Enkel, etc.) übernimmt dafür unbewusst die Verantwortung und Schuld. Obwohl er selbst nichts Schlimmes getan hat, fällt es ihm schwer, sich einfach leicht und unbeschwert in seinem Leben zu fühlen.
  2. Oder ein Kind kam nach der Geburt früh zu Tode. Die Eltern können den Schmerz nicht verarbeiten, leben mehr oder weniger emotional getrennt und die nachfolgenden Kinder werden nicht mehr wirklich gesehen, weil ein Teil der Eltern innerlich immer noch um das tote Kind trauert. Die nachfolgenden Kinder wissen das natürlich nicht und beziehen das Verhalten der Eltern auf sich. "Was muss ich unwichtig/wertlos sein, wenn mir Mama keine Aufmerksamkeit schenkt." oder "Ich muss mich richtig anstrengen mit perfekten Leistungen, damit mich Papa sieht.".

Diese Verbundenheit zum Familiensystem und die daraus resultierenden Verstrickungen basieren oft auf Liebe, Treue und Loyalität des Kindes mit seinen Ahnen. In diesem Sinne gibt es eine tiefe unbewusste Liebe zur eigenen Sippe. Wird diese Liebe bewusst erlebt und in einer Familienaufstellung zugänglich, kann sie verbunden mit der nun offensichtlichen Verstrickung eine heilende und befreiende Kraft entfalten. Auf diesen tiefen inneren Vollzug arbeitet eine Aufstellung hin.

 

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